Montag, 19. Oktober 2015

Besuch im Palmenhaus beim Tukan Bosi

An einem so kalten, grauen und regnerischen Sonntag wie kürzlich ist ein Besuch im Palmenhaus Balsam für das Gemüt.

Der Weg im Palmenhaus↓ führt durch einen Dschungel aus über 50 verschiedenen tropischen und subtropischen Pflanzen. Unter der Glasdecke wachsen Kokos­palmen neben Affenbrot­bäumen in die Höhe. Dazu streichelt ein Chor exotischer Vögel die Seele. 


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Eine besondere Entdeckung im Palmenhaus: Der Tukan Bosi. Ich hielt nach ihm Ausschau, und hoffte natürlich ihn irgendwo zu entdecken, ich hatte ja schon so einiges über ihn gelesen. 

Nun wollte ich ihn einmal persönlich kennen lernen. In Gedanken rief ich ihn, und ob ihr es glaubt oder nicht, nach etwa nur zwei Minuten kam er angeflogen, und setzte sich auf das Geländer, ganz nah von mir.





Schnell hatte ich meine Digikamera zur Hand und  es sah so aus als ob Tukan Bosi sich ganz gerne ablichten lässt. Er drehte sich sogar rundherum und zeigte sich von jeder Seite. Natürlich war ich nicht lange alleine mit ihm, den bald schon entdeckten ihn auch andere Besucher. Er ist ja der gefeierte Star im Palmenhaus, der Boss sozusagen. 


Nun war er ganz in seinem Element, liess sich bestaunen, hofieren und fotografieren, als wollte er kundtun, seht doch was für ein hübsches Kerlchen ich bin. Und ja das ist er. Erst als zwei aufdringliche Frauen im allzunah an die Federn wollten, hob er ab und entfloh in die Palmen.


Tukan Bosi ist dieses Jahr 18 Jahre alt geworden. Online ist zu lesen: 
Um Bosis Herkunft rankt sich eine Legende: Ein amerikanischer Schauspieler soll ihn gebracht haben. Zuerst wollte er Geld für den blauäugigen Vogel mit dem riesigen gelben Schnabel. Doch als man ihm glaubhaft versicherte, die Stadt Zürich habe kein Budget für einen solchen Kauf, liess er den Tukan kurzerhand umsonst da.


Riesentukane wie der Bosi leben einzeln, in Paaren oder in kleinen Trupps, die selten mehr als neun Individuen umfassen. Grundsätzlich lebt er weniger sozial als andere Arten der eigentlichen Tukane. Er hält sich gewöhnlich in Baum-wipfeln auf und geht sogar gelegentlich auf den Boden, um herabgefallene Früchte aufzunehmen. 

Dann ging die Entdeckungsreise noch weiter in die Ausstellung „Aufgetischt. Von hängenden Gärten und Pilzgaragen“, die gerade verlängert wurde bis zum 28. März 2016. Und ins Tropenhaus wo mich der Anblick einiger wunderschönen Orchideen bezauberte, ebenso da und dort schwebte ein himmlischer Duft in der Luft. 


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Nochmals zurück ins Palmenhaus, wo nun nicht mehr so viele Besucher zugegen waren, aber auch kein Tukan Bosi weit und breit. Schade, dachte ich, ich hätte mich ganz gerne noch von ihm verabschiedet. Kaum gedacht, schon kam er angeflogen und setzte sich auf das Geländer vor mir.

Ich gebe es zu, der Tukan Bosi hat mein Herz erobert, ich werde ihn bestimmt bald wieder einmal besuchen.


Neben dem Riesentukan leben im Palmenhaus noch Madagassische Perlwachteln, Stelzenläufer, Kielrallen, Balistare, Purpurglanzstare, Amthystglanzstare, Gouldamadinen, Zebrafinken, Kanarienvögel, Goldfische, Koi-Karpfen, Karpfen, Rotwangen- und Gelbwangenschildkröten.



Gelesen im Abreiskalender:
Biodiversität: 
Die Vielfalt der Natur muss geschützt werden 
vor der Einfalt der Menschen.

Liebe Grüsse aus dem
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